Limericks
Als ich vor vielen, vielen Jahren Bekanntschaft machte mit Limericks, bin ich sofort der
Faszination dieser Reimform erlegen.
Natürlich habe ich mich auch daran versucht und dabei schnell gemerkt, dass es regelrecht
zur Sucht werden kann, solche kleinen Kunstwerke des gepflegten Nonsens zu verfassen.
Im Laufe der Jahre ist so eine beträchtliche - aber noch ungeordnete - Sammlung entstanden.
Bei der Vorbereitung auf eine Weinprobe bin ich dann auf die Idee gekommen, alle dafür
geeigneten Limericks in einer eigenen Sammlung zu erfassen.
Für die Präsentation auf meiner HP habe ich dann auch meine übrigen Limericks in
Kategorien zusammengefasst.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage - Wie verfasst man einen Limerick?
Nun, dazu muss man wissen, dass ein Limerick immer aus fünf Zeilen besteht, die nach
dem Schema aa bb a reimen. Außerdem handelt er von Männlein oder Weiblein,
vornehmlich von letzteren, die irgendetwas möglichst Skurriles anstellen. Die fünfte
Zeile soll dann das Sahnehäubchen sein, also möglichst verrückt, in jedem Fall aber
pfiffig sein. Schließlich wird der Limerick - wenn er gut sein soll - auch rhythmisch geschlossen erscheinen, er darf also nicht holpern.
Zwei Beispiele:
- Ein sportliche Dame aus Meppen
schleppt für den Kraftsport nachts Treppen.
Die Augen geweitet
wird sie begleitet
von Treppen schleppenden Deppen.
- Es schwärmt eine Dame in Wismar
von Zeiten, als sie mal die Miss war.
Da hatte sie Geld,
kam rum in der Welt -
heut putzt sie bei der Bahn Clo und Pissoir.
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